Ärzte sind UnternehmerInnen? 

Man darf nicht vergessen, dass auch Ärzte UnternehmerInnen sind die Ihre Ordination selbständig führen und Geräte finanzieren müssen. Dazu ist es notwendig eine stetige Auslastung zu haben. Mitarbeiter und Geräte müssen finanziert werden. Das ist bei Ärzten nicht anders als beim Händler. In diesem Firmenverzeichnis haben auch Ärtzinnen mit Ihrer eigenen Ordination Ihren Platz gefunden. In der Steiermark gibt es über 3200 (Stand 2015) Ordinationen.

Fakten zu niedergelassenen Ärzten in der Steiermark:

Kurzfassung Quelle: Publikation Ärzte 2015 der Landesentwicklung Steiermark

2.728 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte (inkl. 1 Dentist) boten im Frühjahr 2015 in der
Steiermark insgesamt 3.216 Ordinationen an. Dies entspricht einem Schnitt von 380
Einwohnern pro Ordination. 2011 war es noch ein Schnitt von 427 Einwohner/Ordination.

1988 waren 1.513 Ordinationen steiermarkweit zählbar, diese Zahl stieg für 2011 auf
2.842 und schließlich 2015 auf 3.216. Gegenüber 1988 ergibt sich damit eine Steigerung
um 1.703 Ordinationen, also rund 113%!

Waren im Jahr 1955 noch 1.191 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte (inkl. Dentisten) in
der Steiermark tätig, so sind es 2015 die bereits erwähnten 2.728 Einzelpersonen, also eine
Steigerung um 1.537 bzw. etwa 129%.

Den höchsten Anteil an den insgesamt 3.216 Ordinationen stellen die 1.148 Fachärztinnen und Fachärzte mit 1.339 Ordinationen (42,1%). Dies entspricht gegenüber 1988 einer Steigerung um 808 Ordinationen bzw. rund 152% (1988 => 531 Ordinationen), wobei vor allem die Ordinationen der Fachärztinnen einen gewaltigen Sprung von ursprünglich 46 auf 315 (+585%) tätigten! Danach finden sich die 1.015 Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner mit insgesamt 1.268 Ordinationen (37,2% aller Ordinationen, Steigerung der Ordinationen gegenüber 1988 um 575 bzw. ~83%) und die 565 Zahnbehandler mit 609 Ordinationen (20,7% aller Ordinationen; Steigerung gegenüber 1988 um 320 bzw. 110,7%).

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Das Angebot an Ordinationen der niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte sowie Zahnbehandler zusammen hat sich seit 1988 um rund 138% erhöht (von 820 auf 1.948), damit entfällt 2015 auf 627 Steirerinnen und Steirer eine Facharztpraxis.

Betrachtet man die Facharztordinationen (ohne Zahnbehandler) im Detail, so steht mit 224 Ordinationen die Innere Medizin an der Spitze, dahinter rangieren Frauenheilkunde u. Geburtshilfe mit 167 Ordinationen, Chirurgie mit 101, Orthopädie mit 94 sowie Augenheilkunde mit 87.

Standen 1988 der Bevölkerung in der Steiermark insgesamt 235 Ordinationen von niedergelassenen Ärztinnen zur Verfügung, so erhöhte sich dieser Wert 1998 schon auf 457. Im Frühjahr 2015 konnten bereits 1.118 Ordinationen von Ärztinnen verzeichnet werden, also fast eine Vervierfachung seit 1988. Betrug im Jahr 1988 der Anteil der niedergelassenen Ärztinnen nur 15,5 %, so waren es im Jahr 2015 bereits fast 35%. Steirische Statistiken, Heft 11/2015 6 Niedergelassene Ärzte in der Steiermark 2015

Den höchsten Frauenanteil bei den Facharzt-Ordinationen (Disziplinen mit mind. 10 Ordinationen) stellen mit 41,4% das Fach Dermatologie (29 Ärztinnen, 41 Ärzte), Psychiatrie mit 40,5% (30 bzw. 44) und das Fach Kinder- und Jugendheilkunde mit 38,7% (29 bzw. 46). Von den 609 Ordinationen der Zahnbehandler werden 253 von Frauen geführt, das entspricht 41,5%. Über 35% liegen ebenso die Fächer Lungenkrankheiten (35,5% der insgesamt 31 Ordinationen) sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe (35,3% der167 Ordinationen).

Insgesamt befinden sich 1.268 (39,4%) aller 3.216 steiermarkweiten Ordinationen in Graz-Stadt, dahinter folgen mit 318 (9,9%) Graz-Umgebung sowie mit 203 Ordinationen (6,3%) Bruck-Mürzzuschlag. Die geringste Zahl an Ordinationen weist Murau auf, nämlich 59 (1,8%).

Im Fach Allgemeinmedizin sind 32,3% bzw. 410 Ordinationen in Graz-Stadt angesiedelt, obwohl mit 274.207 Einwohnern (Stichtag 1.1.2015) nur 22,4% der steirischen Bevölkerung in der Landeshauptstadt wohnen. Dementsprechend liegt Graz mit 669 Einwohnern je Praktiker an der Spitze. Die geringsten Ordinationsdichten weisen Murtal und Südoststeiermark mit 1.257 bzw. 1.342 Einwohner pro Ordination auf.

Etwa im Steiermark-Durchschnitt (963) ist die Versorgungssituation in der Allgemeinmedizin neben Graz auch noch in Voitsberg (891) und Deutschlandsberg (1.024).

Eine markante Steigerung gegenüber 1988 in der Ordinationsdichte erfolgte u.a. in den Bezirken Voitsberg (von 1.949 auf 891) und Graz-Umgebung (von 2.186 auf 1.090).

Mit 651 befindet sich fast jede zweite der insgesamt 1.339 steirischen Facharztordinationen (ohne Zahnbehandler) in Graz-Stadt, die damit mit 421 Einwohnern pro Facharztordination das mit Abstand günstigste Facharzt/Einwohner-Verhältnis aufweist. Diese Ballung von Facharztpraxen in der Landeshauptstadt verzerrt die Durchschnittsquote der übrigen steirischen Bezirke: so liegt die Ordinationsdichte für die steirischen Bezirke ohne Graz mit 1.377 Einwohnern pro Facharztordination weit über der gesamtsteirischen Durchschnittsquote mit 912 Einwohnern pro Facharztpraxis. Klammert man Graz aus, so stehen den verbleibenden 947.363 Steirerinnen und Steirern mit insgesamt 688 nur etwa gleich viele Ordinationen aus den diversen Fachbereichen wie in Graz-Stadt zur Verfügung.

Bei der regionalen Verteilung der 609 Zahnbehandler-Ordinationen konzentrieren sich in Graz-Stadt genau 207 aller Zahnbehandler und somit 34% (1988: 45,3%). GrazUmgebung liegt mit 64 Ordinationen auch noch über 10% landesweit (10,5%). Gleichmäßig stellt sich die  Zahnbehandlerdichte in den übrigen Bezirken dar. Somit ist hier eine deutliche Verbesserung der Versorgungslage seit 1988 feststellbar. Steirische Statistiken, Heft 11/2015 7 Niedergelassene Ärzte in der Steiermark 2015

Kam im Jahr 1988 eine Zahnbehandler-Ordination auf 5.993 Einwohner (ohne Graz), sank dieser Wert im Jahr 2015 auf 2.357 und hat sich somit deutlich mehr als halbiert.

Pro Ärztin/Arzt (ohne Zahnbehandler) wurden im Jahr 2015 im Schnitt mehr als 3 Krankenkassen angeboten (bzw. pro Ordination ebenso).

1.006 Ordinationen bieten in der Steiermark die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung an, diese wurde im Jahr 2013 von 13,0% der relevanten steirischen Bevölkerung (Zielgruppe: Wohnbevölkerung über 18-Jahre) in Anspruch genommen. Damit liegt die Steiermark in Österreich an der 6. Stelle. Den höchsten Wert erreichte Kärnten mit 20,6%, im Gegensatz dazu liegt Niederösterreich bei nur 6,1%. Der österreichweite Schnitt beträgt 13,3%, 2004 waren es 14,5%.

Die Differenzierung zwischen Personen und Ordinationen erfolgt vor allem deswegen, da sich die Anzahl der Ordinationen nicht mit der Zahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte decken kann. Grund dafür ist der Umstand, dass sowohl Allgemeinmediziner, Fachärzte und Zahnbehandler zwei Ordinationen betreiben können. Darüber hinaus können in Ordinationen auch mehrere Fächer angeboten werden.

34 verschiedene Fremdsprachen werden laut Homepage der Ärztekammer für Steiermark von den niedergelassenen steirischen Ärztinnen und Ärzten angeboten, wobei sich in Englisch zu verständigen in 381 Ordinationen bzw. etwa jeder Siebenten möglich ist.

Die 1.268 steirischen Ordinationen für Allgemeinmedizin bieten zu Jahresbeginn 2015 insgesamt 162 Hausapotheken an. Das entspricht etwa 13% aller Ordinationen für Allgemeinmedizin.

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